Gesundheitssystem verweigert die Zahlung von Krebsmitteln

"Es war, als ob sie mir die Todesstrafe gegeben hätten", sagt Ian Bowers. Das englische Gesundheitssystem zahlt dem Krebspatienten seine Medikamente nicht mehr.

 

"Wir nehmen die Länge des Lebens, die eine Behandlung produzieren kann und multiplizieren das mit dem Lebens-Qualitäts-Index, der die Lebensqualität einer bestimmten Krankheit beschreibt", begründet Elizabeth George vom "National Institute for Health and Clinical Excellence". "Der Lebensqualitäts-Index kann zwischen Null für Tod und eins für perfekte Gesundheit liegen. Das berechnen wir für die neue Behandlungsmethode und die alte Standardtherapie, um zu prüfen, ob es sich verbessert." 35.000 Euro aus Steuergeldern darf hier ein Jahr mehr Leben kosten.

 

Jeder Mensch reagiert anders auf die Medikamente

 

Eine Krebsdiagnose sei heute kein Todesurteil mehr, sagt NDR-Reporter Ralf Hoogestraat. Die neuen Arzneien, die nach jahrelanger Forschungsarbeit auf den Markt kommen, haben jedoch einen hohen Preis, besonders in Deutschland. Dabei ist trotz vieler Erfolge nicht sicher, dass jedem Patienten mit einem solchen Mittel geholfen werden kann: Jeder Mensch reagiert anders auf die Biotech-Medikamente. Was für den einen lebensrettend ist, kann für den anderen ohne Nutzen und mit schweren Nebenwirkungen verbunden sein. Umso wichtiger ist es, die Fragen nach Nutzen und Sinn dieser Medikamentierung zu stellen.

 

Vielfach wird der Vorwurf laut, die Pharmaindustrie bereichere sich durch willkürliche Preisgestaltung. Man kann beobachten, dass das gleiche Mittel in England oder Frankreich deutlich günstiger zu haben ist als in Deutschland. Anders als in den anderen Staaten können die Pharmafirmen hierzulande die Preise frei festsetzen. Hohe Gewinnspannen sind die Folge. Da sei "noch Luft drin", meint Hoogestraat mit Blick auf die Preisgestaltung.

 

Kostenexplosion bei Arzneimitteln gegen Krebs

 

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für Krebsmedikamente sind dramatisch gestiegen. 2007 haben sich die Kosten für Zytostatika auf 1,4 Milliarden Euro erhöht. Das ist in fünf Jahren eine Zunahme von 285 Prozent. Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der Bundesärztekammer, Prof. Wolf-Dieter Ludwig, verlangte 2007 eine grundsätzliche Neuregelung. Ansonsten sei das Gesundheitssystem nicht mehr finanzierbar.

 

Der Vorstandschef der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH), Ingo Kailuweit, rief die Bundesregierung zum Handeln auf. "Wenn multinational operierende Pharmahersteller die liberale Situation in Deutschland ausnutzen, um Jahr für Jahr exorbitante Preissteigerungen zulasten von Millionen Beitragszahlern durchzusetzen, so ist der Gesetzgeber gefordert", sagte Kailuweit. Notwendig sei "eine umfassende Strategie der Kostenbeherrschung insbesondere im Hinblick auf Krankheiten wie Aids, Krebs, Diabetes und Multiple Sklerose".

 

"Niemand will Preisdiktate, niemand will das Engagement in der Forschung schmälern", betonte der KKH-Chef. Zugleich wies er jedoch darauf hin, dass die Pharmaindustrie "hohe Milliardenbeträge für bloße Marketingbemühungen" ausgebe. Es müsse eine "qualifizierte Kosten-Nutzen-Bewertung neuer Arzneimittel" geben. Der Pharmakologe Prof. Peter Schönhöfer zweifelte den Zusatznutzen vieler neuer Krebsmittel an.

 

Quelle: 3sat

 

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"Jeder Mensch, der krank ist, ist gleichzeitig dehydriert, übersäuert und hat einen Mangel an Elektronen bzw. einen schlechten Redoxwert. Basisches Wasser kann diese Faktoren korrigieren."

Dr. Peter Rohsmann, Allgemeinmediziner

 

 

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