Kalzium und Magnesium - die Allrounder

In die Organzellen dürfen nur diejenigen Stoffe, die sich "ausweisen" können. Die "Pässe" werden von den beiden Mineralstoffen Magnesium und Calcium kontrolliert. Erst, wenn diese beiden Mineralstoffe den "Pass" als gültig anerkennen, darf der an die Zellentür Klopfende eintreten, in diesem Falle der Spediteur mit seinem Laster voller Sägespäne (das mit Glucose beladene Insulin).


Ohne Magnesium kann auch das für Notzeiten gespeicherte Glykogen (die Spanplatten) nur schwer zu Glucose (Holzscheite) zurückverwandelt werden.

 

Kalzium - Der Bodyguard der Zellen

 

Kalzium hat an der Zellentür hauptsächlich die Funktion, Gift- und Schadstoffe abzuwimmeln. Wäre der Kalziumpegel im Organismus stets optimal, dann hätten Pestizidrückstände und Schwermetalle aus Zahnfüllungen oder Umweltgiften gar nicht erst die geringste Chance, überhaupt in die Zelle zu gelangen.

 

Endloser Kalziumverschleiß durch Zucker

 

Kalzium wird im fabrikzuckerüberfluteten Körper aber leider für ganz andere Aufgaben gebraucht, so dass es für die Türstehertätigkeit kaum mehr Zeit hat.

 

Vitamin B 1 ist Mangelware

 

Bei der Umwandlung von Glucose in Energie entstehen in der Zelle nämlich Säuren. Diese sollten für gewöhnlich von einem Vitamin B1-haltigen Enzym neutralisiert werden. Aber B1 ist in einem schlecht ernährten Körper Mangelware, und so zirkulieren die Säuren fröhlich im Körper und machen diesen richtig sauer.

 

Jetzt müssen eilig Kalziummoleküle her, um all die Säuren zu binden, damit sie ausgeschieden werden können. Dazu werden dann die "Türsteher-" Kalziums abkommandiert. Diese reichen zahlenmäßig oft nicht aus und so müssen ganze Kalzium Sondereinheiten aus Knochen, Zähnen und den Gefäßwänden herausgelöst werden.

 

Die Kalziumaufnahme kann bereits durch Erscheinungen, wie Völlegefühl und Blähbauch blockiert werden, so dass in mit Industrienahrung genährten Menschenkörpern hochgradiger Mangel an diesem Mineral herrscht.

 

Der Organismus muss dann eine selbstmörderische Entscheidung nach der anderen treffen, um wenigstens den Augenblick einigermaßen zu überleben. Aber nur, wenn bald wieder vollwertige Lebensmittel eintreffen, bleibt dies ohne schwerwiegende Folgen. Andernfalls erwartet Sie die ganze Palette sog. Zivilisationskrankheiten.

 

Der Zuckerschub!

 

Wie geht es im Industriezuckerkreislauf weiter? Das im Übermaß erschienene Insulin hat mittlerweile ganze Arbeit geleistet, das Blut ist annähernd zuckerfrei, in den Organen und Zellen knattern die Funken sprühenden Strohfeuer. Der Mensch fühlt sich derweil aufgeputscht. Das ist der sog. "Zuckerschub". Doch rasch sind die Feuer erloschen und der ursprüngliche Blutzuckerspitzenwert ist rasant in die Tiefe gestürzt, am Grundwert vorbei - und er erreicht nur ca. 1,5 Stunden nach Erklimmen seiner Spitze ein Rekordtief von vielleicht 50 mg.

 

Und hinterher der "Sugar Blues"

 

Wenn Sie also um 9 Uhr gefrühstückt haben, erklärt dieser Vorgang das "11-Uhr-Loch" bzw. den sog. "Sugar Blues". Dieser Tiefstwert kann sich bis zu zwei Stunden oder länger halten. Sie fühlen sich dabei völlig groggy und würden sich am liebsten eine Weile aufs Ohr legen. Das ist deshalb so, weil ein solcherart niedriger Blutzuckergehalt für Ihren Organismus eine nicht minder alarmierende Erscheinung ist als der kürzlich erreichte Zuckergipfel und Sie aufgrund akuten Energiemangels vorsorglich "ruhig gestellt" werden müssen.

 

Dieser Zustand wird Unterzuckerung oder Hypoglykämie genannt. Unterzuckerung liegt voll im Trend. Mit diesem Syndrom stehen Sie keineswegs alleine da, im Gegenteil, Sie sind sogar sehr "trendy"!


Ärztlichen Einschätzungen zufolge handelt es sich um eine aktuelle Volkskrankheit, unter der jeder Zweite entweder permanent oder sporadisch (nach Tagen mit exzessivem Zucker- oder Kohlenhydratverzehr z.B. Weihnachten o.ä.) leidet. Da alle Organe und vor allem das Gehirn permanent auf die Versorgung mit Glucose angewiesen sind, führt bereits eine relativ leichte Unterzuckerung zu Schäden an Organ- und Körperzellen, eine länger anhaltende gar zu gravierenden Beeinträchtigungen der Hirnfunktionen.

 

Die akuten Symptome hierfür fallen sehr individuell aus: Schweißausbrüche, Herzklopfen, Heißhungergefühle und Angstzustände sind möglich. Aber auch Alpträume weisen auf nächtliche Unterzuckerung hin, z. B. nach einem besonders reichhaltigen Betthupferl. Seh- und Sprachstörungen, unsicherer Gang, geistige Verwirrtheit und Gefühlsstörungen wie Gereiztheit, Pessimismus, Aggressionen oder deplatziert erscheinende Albernheit runden das Programm ab.

 

Auch hier ist in extremen Fällen das Abdriften ins Koma das Ende vom Lied. Der teuflische Kreis bis Glucagon aus der Bauchspeicheldrüse schließlich herbei geeilt ist und aus den Spanplatten (dem Glykogen) in der Leber wieder leicht transportierbare Holzscheite (frei verfügbare Glucose) und damit neue Energie fabriziert hat, dauert es bekanntlich noch eine Weile.



>>> weiter mit: Zu hoher Blutzuckerspiegel

 

<<< zurück zu: Zuckerschock im Körper

 

Videos über basisch ionisiertes Wasser

Angesagte Videos

Kontakt

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© 2011-2017 Wasser und mehr - Infoportal für ein gesundes und glückliches Leben