Die Schlacht um den Teller

Einer wachsenden Zahl fettleibiger Menschen in den Industrieländern steht eine wachsende Anzahl Hungernder in den Entwicklungsländern gegenüber. Wo liegen die Ursachen dieses Phänomens?

 

In den USA leben die meisten Übergewichtigen, aber längst ist Adipositas (Fettleibigkeit) zu einem globalen Problem geworden. 300 Millionen fettleibige Menschen gibt es auf der Welt. Schuld daran sei die Nahrungsmittelindustrie, so Nicholas Freudenberg, Professor für Öffentliche Gesundheit in New York. "Die amerikanische Nahrungsmittelindustrie gibt 30 Milliarden Dollar jährlich für Werbung aus. Sie richtet sie gezielt auf die Ärmsten der Gesellschaft, denn die leben am stärksten unter Stress, Armutsstress." Weil die Menschen biologisch so disponiert seien, erläutert Freudenberg, äßen sie unter Stress mehr Fett, mehr Zucker, mehr Salz. Eben diese Produkte, die zu Gesundheitsstörungen führen, bewerbe die Nahrungsmittelindustrie am stärksten.

 

Wer wird hungern, wer wird satt?

 

Die Global Player dieser Industrie exportieren ihre Produkte weltweit. So sind Fettleibigkeit und Diabetes auch in anderen Ländern zum Problem geworden. Knapp eine Milliarde Menschen weltweit hungern oder leiden an Unterernährung. Die meisten sind Kleinbauern. Die Sicherheit und die Qualität der Ernährung sind weltweit gefährdet. Klimawandel, Wassermangel, Bevölkerungsentwicklung und eine fragwürdige Agrarpolitik lassen die Fragen brisant werden: Was essen wir morgen? Natürliche, lokale, nachhaltig angebaute Produkte aus kleinbäuerlichen Betrieben oder industriell hergestelltes Fast- und Trash-Food? Klonfleisch aus den USA oder genetisch veränderter Reis aus Südkorea? Gemüse aus vertikalen Gewächshäusern, gebaut in den Zentren der Megalopolen?

 

Wer wird hungern, wer wird satt? Wie kann sichergestellt werden, dass in naher Zukunft ausreichend und qualitativ hochwertige Lebensmittel zur Verfügung stehen, sowohl für die Bewohner der Riesenstädte als auch die Menschen in von Hungersnöten akut bedrohten Gebieten? Wiltrud Kremer sucht in ihrer Dokumentation nach Antworten auf diese in Gegenwart und Zukunft relevanten Fragen.

 

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Quelle: 3sat

 

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