Psychoterror im Alltag - Wie entwaffne ich meine Feinde?

Täglich müssen wir uns mit ihnen herumschlagen: Choleriker, Intriganten, Neider, Egoisten oder Schmarotzer können einem das Leben zur Hölle machen. Wie erkennt man die Täter, bevor sie zuschlagen.

Der Neider

Neider handeln aus einem Gefühl der Unterlegenheit gegenüber Personen aus dem engeren Umfeld heraus. „Sie können diese Unterlegenheit nicht sofort ausgleichen. Kratzt sie am Selbstwert, ist der Neid programmiert“, so der Hamburger Psychologe Christian Warneke. Die Täter leiden unter einer Wahrnehmungsschwäche: Positive Dinge im eigenen Leben werden als bedeutungslos oder selbstverständlich eingeschätzt, während „ein Mangel ein Mangel bleibt“, so die Psychologin Beate Maria Wingardt. Neid gehört zu den grundlegendsten Empfindungen des Menschen und konnte in einer Studie von Friederike Range von der Universität Wien sogar bei Hunden nachgewiesen werden. Bösartige Neider nutzen das Gefühl jedoch nicht als Ansporn, sich selbst mehr anzustrengen, sondern als Aufforderung zu destruktivem Verhalten. Skrupellos schrecken sie vor keinem Mittel zurück, den aus ihrer Sicht „gerechten Normalzustand“ wiederherzustellen: den „Vorteil“ des Beneideten zunichtezumachen oder ihm wenigstens seine Freude daran zu zerstören. Forscher um Simone G. Shamay-Tsoory von der Universität Haifa in Israel vermuten eine Hormonstörung als Ursache des Verhaltens: Oxytocin fördert die emotionale Bindung beim Menschen, verstärkt aber gleichzeitig Gefühl wie Neid, Missgunst und Schadenfreude.

 

Erkennungsmuster

 

Neider fühlen sich ungerechtfertigt vom Leben bestraft. Sie wirken bei näherer Betrachtung frustriert, pessimistisch und verkrampft. Meist haben sie weder viele Hobbys noch Wechsel im Lebenslauf. Auf Kritik reagieren sie sehr dünnhäuig, kritisieren selbst aber häufig. Schuld an Fehlern sind in der Regel andere oder die „Umstände“, nie sie selbst. Sie zerreden Erfolg und Initiativen von anderen, erwarten dagegen selbst Anerkennung schon für Kleinigkeiten.

 

Typische Merkmale sind häufiges Augenrollen, Abwinken und Sätze wie:

 

„Da geht was nicht mit rechten Dingen zu.“

„Das war ja klar.“

„Ich!“

 

Verteidigungsstrategie

 

Die Schwäche von Neidern ist ihre Emotionalität. Sie halten sich selbst für verkannte Genies, fühlen sich aber gegenüber ihren Opfern machtlos. Das macht sie geradezu rasend und oft unfähig, einen Angriff gut zu planen.

 

1. Freies Feld: Meiden Sie den Kontakt mit einem Neider. So kann er ihre Erfolge auf unbekannte Umstände schieben und baut kein Feindbild auf.

 

2. Anerkennung: Bedienen Sie seine Schwächen für Lob und spenden Sie ausgiebig Beifall. So reduziert sich die Wahrscheinlichkeit einer Attacke.

 

3. Angriff aufdecken: Häufig sabotieren Neider Projekte relativ plump (schwärzen andere an oder halten Informationen zurück) und verwischen ihre Spuren nicht. Gehen Sie offensiv dagegen vor, denn Saboteure in den eigenen Reihen sind nirgendwo erwünscht.

 

4. Autorität nutzen: Neider sind zwar unzufrieden, haben aber einiges zu verlieren. Machen Sie deutlich, dass Sie selbst über Mittel verfügen, den Neider aus der Bahn zu werfen, zum Beispiel über Vorgesetzte.

 

Quelle: WdW 

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