Psychoterror im Alltag - Wie entwaffne ich meine Feinde?

Täglich müssen wir uns mit ihnen herumschlagen: Choleriker, Intriganten, Neider, Egoisten oder Schmarotzer können einem das Leben zur Hölle machen. Wie erkennt man die Täter, bevor sie zuschlagen.

Teil 4 :: Der Schmarotzer

Schmarotzer sind Meister der Effizienz: Mit minimalem Aufwand ein Maximum erreichen, so lautet ihr Motto. Sie sind immer da, wenn man sie nicht braucht, aber niemals umgekehrt. Ihre Stärke sind Worte, nicht Talente. Meist wurden Schmarotzer von Kind an verwöhnt und standen immer im Mittelpunkt. Anerkennung war ihnen trotz mäßiger Leistung immer sicher.

 

„Schmarotzer haben eine für sie extrem erfolgreiche Strategie entwickelt, die sie nun auf alle Lebensbereiche übertragen“, erklärt Fritz Hasper. Ihr Belohnungszentrum im Gehirn ist so konditioniert, dass sie jeglichen Einsatz dann als „dumm“ erachten, wenn es auch anders geht. Schmarotzer sind arrogant und geradezu süchtig nach Erfolgsmeldungen, für die sie nichts tun müssen, denn das sehen sie als Zeichen ihrer überragenden Intelligenz. Engagement, das sie nicht für sich reklamieren können, versuchen sie geschickt zu sabotieren, um ihre Untätigkeit zu tarnen. Auch biologische Einflüsse wie den Hormonhaushalt führen Experten als Ursache für das Parasitentum an: Ein Mangel am Horman Vasopressin beeinflusse die Motivation zu Leistung negativ, meint Falko Rheinberg, Psychologe im Ruhestand an der Universität Potsdam.

 

Erkennungsmuster

 

Als Sprecher glänzen Schmarotzer oft. Sie umschreiben das Problem, benennen die Aufgaben, finden neue – und schieben auf. Witzig erklären sie, warum sie gerade wieder zu spät kommen, charmant benutzen sie das Eigentum anderer, ohne zu fragen. Und wortreich werten sie ihre angebliche Leistung auf oder verbuchen die Arbeit anderer für sich. Schmarotzer orientieren sich stets an der Mehrheitsmeinung und haben dennoch permanent Diskussionsbedarf. Sie sagen häufig Sätze wie:

 

„Das ist doch dein Spezialgebiet. Kannst du mal kurz …“

„Fang schon mal an. Ich hab´ hier noch zu tun.“

„Kann sein, aber …“

„Das ist uns ja toll gelungen.“

 

Verteidigungsstrategie

 

Schmarotzer sind auf die Gutmütigkeit anderer angewiesen. Die „erarbeiten“ sie sich durch ihre überzeugende Selbstdarstellung.

 

1. Stellung beziehen: Zeigen Sie dem Täter, dass seine Handlungen als ein Ausnutzen verstanden werden.

 

2. Einzelabrechnung: Führen Sie Buch über seine Beiträge und zeigen Sie dem Schmarotzer, dass seine Strategie nicht aufgeht.

 

3. Definition: Die Aufgabe für den Schmarotzer inklusive Zeitrahmen so exakt wie möglich festlegen.

 

4. Herausfordern: Motivieren sie ihn durch provokante Vergleiche zu mehr Einsatz.


Quelle: WdW

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