Schnelles Abnehmen ist mit einem Risiko verbunden

Der Winterball steht vor der Tür, aber das Kleid ist zu eng? Da ist schnelles Abnehmen gefragt. Das ist mit Eiweißvitamingetränken möglich. Ernährungsexperten sehen das allerdings kritisch.

 

«Mit bilanzierten Eiweißvitamin- getränken kann jeder in zehn Tagen 1500 Gramm Fettmasse abbauen», sagt der Mediziner und Ernährungsexperte Detlef Pape aus Essen. Bei dieser laut Pape «sehr krassen, aber auch sehr wirksamen Diät» nehmen die Teilnehmer fünfmal täglich ein Eiweißmixgetränk zu sich, das alle lebenswichtigen Nährstoffe enthält. Andere Mahlzeiten stehen nicht auf dem Plan.

 

Das Prinzip ist einfach: Der Körper bekommt weniger Kalorien, als er verbraucht. «So entsteht eine Energielücke, die der Körper schließt, indem er die Fettpolster anzapft», erklärt Pape. Very Low Calorie Diet (VLCD) nennt man diese Methode, die vor allem in der Behandlung von schwer übergewichtigen Patienten angewendet wird. «Für den Körper ist das kein Problem», sagt Pape. Wer die Diät jedoch länger als zehn Tage macht, dem rät der Mediziner zu einer ärztlichen Betreuung. Und für eine dauerhafte Gewichtsreduzierung bei leicht Übergewichtigen sei die Methode nicht geeignet.

 

Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Bonn hält grundsätzlich nicht viel vom schnellen Abnehmen. «Die langsame Gewichtsreduzierung ist besser für den Körper», sagt die Expertin. Pro Woche sollte man nicht mehr als 500 Gramm abnehmen.

 

«Wer den berühmten Jo-Jo-Effekt vermeiden will, sollte seine Ernährung langfristig umstellen», rät die Ernährungswissenschaftlerin. Das heißt: viel Obst, Gemüse und Getreideprodukte, wenig fetthaltige Nahrung und Fleisch. Ob drei oder fünf Mahlzeiten täglich, hänge von den persönlichen Vorlieben ab. Nur: «Man sollte nicht komplette Mahlzeiten ausfallen lassen, denn sonst bekommt man später Heißhunger.»

 

Zum Abnehmen gehöre auch Bewegung. Restemeyer empfiehlt, Rad statt Auto zu fahren und die Treppe statt den Aufzug zu nehmen: «Es ist wichtig, Bewegung in den Alltag zu integrieren.» Im besten Fall komme dann noch Sport hinzu. Welche Sportart sei dabei fast egal. «Hauptsache sie macht Spaß, weil es sonst schwer ist, durchzuhalten.»

 

Quelle: n-tv

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