Zuckerschock im Körper

Deshalb passiert jetzt Folgendes: Die Glucose schwappt ungebremst ins Blut und löst dort einen regelrechten Zuckerschock aus. Das sind keine Holzscheite, die da im Blut eintreffen, nein, das sind staubtrockene Sägespäne, die zunderartig brennen - und sie treffen pur ein, in riesigen, unkontrollierbaren Mengen, die so (!) in der Natur niemals vorkommen würden. Mit diesen Sägespänen ist aber kein dauerhaftes, gemütliches und wärme spendendes Feuer möglich. In Sekundenschnelle lodert ein funken sprühendes Strohfeuer auf und genauso schnell ist es auch wieder erloschen. Übrig bleibt statt einer wärmenden Glut und friedlich arbeitender Organe nichts als ein Häufchen Asche, irritierte Eingeweide und ein erschöpft am Boden liegender Blutzuckerspiegel.

 

Für solche Sonderfälle ist Glucagon einfach zu langsam und so springt die Nebennierenrindeein. Hier wird das Hormon Adrenalin produziert, welches dafür bekannt ist, den Körper zu unglaublichen Leistungen anzuspornen. In Höchstgeschwindigkeit wird unter seinem Einfluss Glucose (Zucker) frei gesetzt - und wenn es sein muss, wird Adrenalin aus der Leber noch den allerletzten Rest an Glucose quetschen.

Jetzt hat das Gehirn genügend Power, um sich (wegen der Kirschen) günstige Ausreden einfallen zu lassen (die Vögel warens natürlich) oder im ungünstigeren Fall - eine Heugabel kann unter Umständen unangenehm werden - mögliche Fluchtwege auszutüfteln. Auch die Muskeln sind jetzt für eine etwaige Verfolgungsjagd oder - vorausgesetzt Sie haben Ihren Sauzahn parat - für einen Nahkampf gerüstet, genauso wie Herz, Lunge und all die anderen beteiligten Organe. Irgendwann wird wieder Ruhe einkehren, Sie essen eine Kleinigkeit (diesmal aus dem eigenen Garten, um die Nerven zu schonen), der Blutzuckerspiegel steigt, die Leber kann wieder neue Vorräte in Form von Glykogen einlagern,... und der Kreislauf beginnt aufs Neue.

 

Nun haben wir den natürlichen Zuckerzyklus im Körper kennen und verstehen gelernt. Was aber passiert, wenn jemand jener Spezies von Menschen angehört, die nicht so sehr auf Kirschen stehen, sondern den Tag lieber mit einigen Scheiben wabbeligen Weißbrotes aus vitalstofffreiem Auszugsmehl beginnen - worauf sie dann noch dick und üppig Marmelade streichen, die ordnungsgemäß zu 50% aus raffiniertem Fabrikzucker besteht - was passiert dann? Wie verläuft der künstliche Zuckerzyklus - und was sind seine verheerenden Auswirkungen auf den Organismus?

 

Glucose-Tsunami überflutet die Leber

 

Kaum im Dünndarm eingetroffen, geht das Gedränge los: Die Masse an Glucoseteilchen quetscht sich durch die Darmwand und schwappt in den Blutstrom. Ein "Glucose-Tsunami" von höchst dramatischem Ausmaß überflutet die Leber und sorgt im Körper für den absoluten Ausnahmezustand Und das nur wegen eines scheinbar völlig harmlosen Marmeladenbrotes!

 

Die Leber in höchster Not

 

Selbst ein so geduldiges und für jede Aufmerksamkeit dankbares Organ wie die Leber gerätjetzt aus der Fassung. Sie hat enorme Schwierigkeiten, einzuordnen, was da eintrifft. Die übermäßige Zuckermenge schockiert sie, die Fremdartigkeit des Zuckers stößt sie ab - und sie wundert sich, dass mit dem stark zuckrigen Blutstrom kaum ein brauchbares vitales Stöffchen oder ein Spurenelementchen mitgekommen ist.

 

Leber ist überfordert

 

Trifft solche Nahrung dauernd ein, ist die Leber nicht selten regelrecht aufgeschwollen. Diese Selbstvergrößerungsmaßnahme ergreift sie, um noch mehr Zucker aufnehmen zu können, um leistungsfähiger zu werden. Aber sie kann es selten mit den heutzutage verzehrten Kohlenhydratmengen aufnehmen und ihr Potential schwindet zusehends. Für andere Aufgaben, wie der Eliminierung von Schad- und Giftstoffen aus dem Blut hat sie schließlich kaum noch die Kraft.

 

Der Körper wird krank

 

Der Organismus wird immer kränklicherschwächer und anfälliger. Den "Tsunamis" folgt der lnsulinschock Ihr Blutzuckerspiegel wird nun rasch (innerhalb von einer halben Stunde!!) einen kurzzeitigen Spitzenwert von 150 bis 180mg. Der Tatbestand eines überhöhten Zuckergehaltes im Blut ist bekanntlich gleichbedeutend mit akuter Lebensgefahr und so schüttet die Bauchspeicheldrüse auf hektischen Befehl der Leber und in heller Aufregung viel zu viel Insulin aus. Der Insulinschock ist da!

 

Eiweißablagerungen

 

Sollten Sie nun außer für denaturierte Nahrung, wie Marmeladebrote, auch für wie Fleisch, Eier und Milchprodukte eine gewisse Vorliebe hegen, so entstehen daraus im Laufe der ZeitEiweißablagerungen, die sich überall an den Wänden Ihrer Blutgefäße nieder lassen. Diese Bahnverengungen, die auch Eiweißspeicherkrankheit genannt werden, wirken unerwünschtermaßen als Verkehrsberuhiger. Weder Insulin noch andere Botenstoffe können in der gewohnten Geschwindigkeit vorankommen und treffen so erst mit gehöriger Verspätung an ihrem Einsatzort ein.

 

Solange sich das erforderliche Insulin durch die schmalen Bahnen kämpft, erhält die Bauchspeicheldrüse ununterbrochen weitere Aufforderungen, nun doch endlich Insulin zu schicken. Das tut sie immer wieder und wieder, so lange, bis der erste Insulinkonvoi endlich an Ort und Stelle eingetroffen ist und mit Aufladen und Abtransport der Glucosemoleküle beginnt. Kaum ist er fertig, trudeln die - inzwischen völlig überflüssigen - nächsten und übernächsten Insulin- LKWs ein. Alle schaffen sie den Zucker aus dem Blut in die Körper- und Organzellen.



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