ph-Wert und der Säure-Basen-Haushalt

Immer öfter ist zu hören: "Der pH-Wert unserer Seife entspricht dem pH-Wert Ihrer Haut. Dadurch wird die Entstehung von Pickeln verhindert und Ihre Haut bleibt länger jung" oder: "Unsere Zahnpaste besitzt den gleichen pH-Wert wie der menschliche Speichel. Das schützt Ihren Zahnschmelz vor Angriffen".

 

Was ist eigentlich der pH-Wert, der anscheinend so wichtig für unsere Gesundheit ist?

 

Egal, ob wir Nahrung zu uns nehmen, Luft holen oder uns bewegen: Täglich entstehen in unserem Körper durch den Stoffwechsel große Mengen an Säuren und Basen. Für einen lebenden Organismus ist es wichtig, dass:

 

  • ein Teil davon ausgeschieden wird
  • ein anderer Teil zu körpereigenen Zwecken genutzt wird
  • das Verhältnis zwischen Säuren und Basen, also das Säure-Basen-Gleichgewicht, aufrechterhalten wird.

 

Das Säure-Basen-Gleichgewicht wird durch den pH-Wert ausgedrückt. Der pH-Wert gibt an, ob eine Lösung sauer oder alkalisch ist.


Er hängt von der Konzentration der H+-Ionen ab.

 

Eine saure Lösung hat einen pH-Wert unter 7, eine alkalische Lösung hat einen pH-Wert über 7. Der pH-Wert einer neutralen Lösung ist gleich 7

 

Die Körperorgane und Körpergewebe bestehen zu 70 bis 80% aus wässrigen Lösungen, deren jeweilige pH-Grenzwerte klar definiert sind. Sie können nur innerhalb dieser pH-Grenzwerte normal funktionieren. Der pH-Wert des Körpers ist daher ein wichtiger Gesundheitsfaktor. Eine Veränderung des pH-Werts über die Grenzwerte bringt Krankheiten oder sogar den Tod.


Besonders eng sind die Grenzen für den pH-Wert des Blutes gefasst

 

Zwischen 7,35 und 7,45 (basisch!).

 

Ein Mensch kann nur dann überleben, wenn sich der pH-Wert seines Blutes in diesen Grenzen bewegt. Liegt der Blut-pH-Wert unter 7,3 oder über 7,5, hat das schwere Folgen für den menschlichen Körper. Bei einem Blut-pH-Wert von 6,95 verliert der Mensch das Bewusstsein und stirbt. Verringert sich die H+-Ionen-Konzentration, so dass der pH-Wert 7,7 beträgt, kommt es zu starken Krämpfen (Tetanie), was auch zum Tod führen kann.



ph-Wert und Übersäuerung

 

"Sie sind nicht krank - Sie sind übersäuert"

Fast 70% unserer Bevölkerung leidet an Übersäuerung. In erster Reihe liegt das an unserer Ernährung. Heute sind rund 80% unserer Nahrung "Säurebildner". Entscheidend dabei ist nicht der saure oder nicht saure Geschmack solcher Lebensmittel, sondern die Tatsache, dass bei ihrer Verwertung im Körper mehr Säuren als Laugen (Basen) entstehen.
Zu den Säurebildnern gehören so beliebte und oft konsumierte Lebensmittel wie Fleisch, Fast Food, Weißmehl, Zucker, Kaffee, Schwarztee, Alkohol, Wurst, Geflügel, Wild, Fisch und Meeresfrüchte, Quark, Käse, Samen und Nüsse (außer Mandeln), Getreide und Getreideerzeugnisse, Brot, Brötchen, Torten, Eis, Eier, Limonaden und Colagetränke mit hohem Zuckergehalt, pasteurisierte Säfte, u. a.

 

Nur etwa 20% unserer Lebensmittel sind basenbildend

 

Dazu gehören Obst (keine Konserven!), Gemüse (außer Spargel, Artischocken), Blattsalate, Kräuter, Naturjoghurt, Molke, Soja, Tofu, Sojamilch, Mineralwasser ohne Kohlensäure und Kartoffeln.


Und was ist mit unseren Getränken? Welche Getränke überwiegen in unserer Ernährung: saure oder basische?

 

Messungen haben folgende pH-Werte ergeben:



Getränk pH-Wert
ionisiertes Wasser einstellbar von 7-12
grüner Tee 6,3
schwarzer Tee 6,1
Mineralwasser ohne Kohlensäure 5,6
löslicher Kaffee classic 5,5
Tomatensaft 5,3
Bier 4,3
Orangensaft mit hohem Vitamin-C-Gehalt 4,0
koffeinhaltige Limonade 3,36
Essigsäure 5% 2,64



 

Alarmzeichen für Übersäuerung

 

Die Übersäuerung des Körpers zeigt über längere Zeit fast keine Symptome. Es gibt jedoch Alarmzeichen, mit denen unser Körper auf die wachsende Störung im Säure-Basen-Haushalt aufmerksam machen will.


Bei einer "latenten" oder schleichenden Azidose treten Kopfschmerzen, Mundgeruch, Schwindelgefühl, Hautunreinheiten wie Mitesser und Pickel und Cellulite auf.

 

Weitere Symptome des Anfangsstadiums können Sodbrennen, Karies, Pilzbefall und Verstopfung sein. Wird der Körper weiterhin im Überschuss mit Säuren versorgt, steigt der Bedarf des Körpers an Basen.Die wichtigsten davon sind Mineralien, wie Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium.

 

Bekommt unser Körper zu wenig basenbildendes Material über die Nahrung, muss er auf die körpereigenen Reserven zurückgreifen


Die drei größten Depots für Basen in unserem Körper sind Haarboden, Zähne und Knochen. Werden die Mineralstoffreserven des Haarbodens angezapft, kommt es zum Haarausfall, bei Entmineralisierung der Zähne entsteht die Parodontose und wird das in den Knochen enthaltene Kalzium "ausgeborgt", entwickelt sich die Osteoporose. Dann kommen die Muskeln und das Nervensystem an die Reihe: Sie müssen ihr Magnesium und Kalium abgeben. Das führt zu plötzlich aufkommenden Kopfschmerzen, zu Gleichgewichtsstörungen, Schmerzsyndrom, Muskelkrämpfen und zu Taubheitsgefühl.

 

Blutkrankheiten

 

Um den Überschuss an Säuren zu neu­tralisieren, bindet sie der Körper an Hämoglobin. Dadurch verlieren die Erytrozyten ihre Elektrizität, verklumpen und bewegen sich nicht mehr frei im Blutstrom. Das führt zu Durchblutungsstörungen in den Kör­perorganen und zu ihrer mangelnden Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen.

 

Eine weitere gefährliche Folge der Übersäuerung ist der Bluthochdruck. Wenn sich die Erythrozyten langsamer im Blutstrom bewegen, muss der Körper den Blutdruck erhöhen, um die Versorgung aller Körperor­gane mit Blut zu gewährleisten. Das erklärt auch den Zusammenhang zwischen Übersäuerung und Bluthochdruck.



>>> weiter mit: Was hilft gegen Übersäuerung?

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