Wasserarten

.

Leitungswasser

Leitungswasser ist ein Sammelbegriff für technisch in Wasserleitungen (Rohrleitungen) zugeführtes oder sich dort befindendes Wasser. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Leitungswasser meist mit Trinkwasser gleichgesetzt. Es werden jedoch auch Wasserarten durch Leitungen herangeführt, die keine Trinkwasserqualität haben, sondern als Betriebswasser verwendet werden.

 

Trinkwasser

Trinkwasser ist Wasser für den menschlichen Bedarf. Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel, es kann nicht ersetzt werden (Eingangs- und Leitsatz der DIN 2000).

 

Trinkwasser ist Süßwasser mit einem so hohen Reinheitsgrad, dass es für den menschlichen Gebrauch, insbesondere zum Trinken und zur Zubereitung von Speisen, geeignet ist. Trinkwasser darf keine krankheitserregenden Mikroorganismen enthalten und sollte eine Mindestkonzentration an Mineralstoffen enthalten.

 

Die am häufigsten im Trinkwasser gelösten Mineralstoffe sind als Kationen: Calcium-, Magnesium- und Natriumionen mit den zugehörigen Anionen als Carbonate, Hydrogencarbonate, Chloride und Sulfate. Die Konzentration der Calcium- und Magnesiumsalze wird summarisch als Wasserhärte bezeichnet. Die Güteanforderungen an Trinkwasser sind in Deutschland in der DIN 2000 und der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) festgelegt.

 

Im Gegensatz zu mineralischen und fossilen Rohstoffen wird Wasser als einfache Verbindung, mit wenigen Ausnahmen, nicht verbraucht. Wasser wird nur gebraucht. Dabei kann es in vielen Fällen verunreinigt werden und dann mit Schadstoffen belastet sein. Die gesamte Wassermenge der Erde in allen Aggregatzuständen bleibt weitgehend gleich, lediglich die Verteilung zwischen den Umweltkompartimenten ändert sich. Eine geringe Menge des Wassers entweicht als Wasserdampf aus der Lufthülle in das Weltall.



Analyse Trinkwasser Graz

 

Tafelwasser

Tafelwasser ist kein natürliches Mineralwasser und darf verschiedene Wasserarten enthalten. Tafelwasser kann überall zusammengemischt und abgefüllt werden, wobei zwar qualitätshygienische Anforderungen einzuhalten sind, aber keine amtliche Anerkennung erforderlich ist. Eine Etikettierung als natürliches Wasser ist verboten und die Angabe einer Ursprungsquelle oder eines Brunnens nicht zulässig. Somit ist es ein Getränk, das zwar Trinkwasser enthält, aber die Anforderungen an natürliches Mineralwasser nicht erfüllt.

 

Tafelwasser wird industriell hergestellt. Es dürfen nach Maßgabe der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung und im Rahmen des Lebensmittelrechts Zusatzstoffe beigemischt werden. So werden z.B. Speisesalz und andere Mineralsalze zugefügt, wobei stets die Vorgaben der Trinkwasserverordnung zu beachten sind.

 

„Sodawasser“ ist ein Tafel- oder Mineralwasser mit mindestens 570 mg Natriumhydrogencarbonat pro Liter sowie Kohlendioxid.

 

Sodawasser

Prinzipiell ist Sodawasser ein mit Kohlensäure angereichertes Wasser und zählt zu der Gruppe der alkalischen Säuerlinge.

 

Die Definitionen sind in den einzelnen Staaten verschieden. So bezeichnet man in Deutschland als Sodawasser Tafelwasser, das mindestens 570 mg Natriumhydrogencarbonat (Natron/NaHCO3) pro Liter sowie Kohlensäure enthält. In Österreich kann jedes Tafelwasser laut Codex Alimentarius Austriacus als Sodawasser bezeichnet werden, sofern es mindestens 4 g/l Kohlensäure beinhaltet.

 

Auch in Deutschland wird umgangssprachlich unter „Sodawasser“ auch ein nur mit Kohlensäure versetztes Tafelwasser verstanden.

 

Durch das enthaltene Natriumhydrogencarbonat schmeckt es leicht nach Lauge. Bekannte Sodawässer kommen aus Fachingen, Karlsbad, Marienbad, Niederselters und Vichy.

 

Sodawasser ist auch Bestandteil zahlreicher Longdrinks und Cocktails. In Österreich wird Sodawasser häufig zur Mischung mit Wein als Gespritzter verwendet. Dabei wird gegenüber einer Mischung unterschieden, bei der der Wein mit Mineralwasser gemischt wird.

 

Sodawasser, wie es ursprünglich vom ungarischen Benediktinerpater Ányos Jedlik im Jahr 1826 erfunden und in der ursprünglichen Siphonflasche abgefüllt wurde, wurde in vielen kleinen Getränkeerzeugungen, die man fast in jedem Ort vorfand, hergestellt. Diese existieren heute nur noch selten. Trotzdem gibt es im Burgenland im Jahr 2010 noch etwa 22 kleine Getränkehersteller.



Mineralwasser

Ein Mineralwasser ist nach der deutschen Mineral- und Tafelwasserverordnung ein Grundwasser mit besonderen Eigenschaften, das zumeist aus einer Quelle gewonnen wird. Sein Ursprung ist ein natürliches, unterirdisches und vor Verunreinigung geschütztes Wasservorkommen. Seine Inhaltsstoffe dürfen nur unwesentlich schwanken. Natürliches Mineralwasser ist das einzige Lebensmittel, das in Deutschland amtlich zugelassen wird.

 

Grundwasser

Grundwasser ist das Wasser, das unter der Erdoberfläche in Hohlräumen einen Wasserkörper bildet. Das Grundwasser und alle Faktoren, die auf das Grundwasser Einfluss haben, ist der Forschungsbereich der Hydrogeologie.

 

Quellwasser

Quellwasser stammt aus natürlichen unterirdischen und schadstoffgeschützten Reservoiren und wird direkt am Ort der Quelle abgefüllt. Steht das Wasser unter Spannung, so dass es ohne Fördertechnik, wie z.B. durch Pumpen, an die Oberfläche steigt, so spricht man von einer artesischen Quelle.

 

Quellwasser speist sich aus Oberflächenwasser, das auf seinem Weg in die Tiefe verschiedene Gesteinsschichten passiert und damit einem natürlichen Filtrationsprozess unterliegt. Zugleich lösen sich Mineralsalze und Spurenelemente aus dem Gestein und verleihen dem Wasser seinen Geschmack und bestimmte physiologische und technologische Wirkungen.

 

Quellwasser muss "natürlich rein" sein und darf nicht chemisch oder durch Filtertechnik aufbereitet werden. Es entspricht allen Anforderungen an Trinkwasser. Zugelassene Verfahren sind lediglich das Abtrennen von Eisen, Mangan, Schwefelverbindungen sowie Arsen oder Ozonierung, solange der ursprüngliche Charakter des Wassers nicht verändert wird.

 

Die gesetzlichen Anforderungen an Quellwasser werden durch die Mineral- und Tafelwasserverordnung geregelt. Eine amtliche Anerkennung im europäischen Mineral-/Heilwasserregister bezüglich der ernährungsphysiologischen/pharmakologischen Bedeutung der Mineralienzusammensetzung der Quelle ist nicht erforderlich.



Belebtes Wasser

Belebtes Wasser, auch als levitiertes, vitalisiertes, informiertes oder Granderwasser bezeichnet, ist Wasser, das auf verschiedene Weisen natürlich behandelt wurde und dadurch für etliche Einsatzzwecke verbessert wurde.

Heilwasser

Ein Heilwasser ist ein Wasser, für dessen Herkunft die Anforderungen an ein natürliches Mineralwasser erfüllt sind und das auf Grund seiner Zusammensetzung oder/und seiner physikalischen Eigenschaften in der medizinischen Therapie eingesetzt wird. In Deutschland und Österreich benötigt ein Heilwasser eine staatliche Zulassung. Heilwasser hat in Deutschland nach § 2 Abs. 1 Arzneimittelgesetz den Status eines Arzneimittels. Ein Heilwasser kann innerlich für Trinkkuren bzw. äußerlich für medizinische Bäder angewendet werden.

 

Betriebswasser

Betriebswasser (oft auch als Brauch- oder als Nutzwasser bezeichnet), ist Wasser, das einer spezifischen technischen, gewerblichen, landwirtschaftlichen oder hauswirtschaftlichen Anwendung dient. Betriebswasser ist anders als Trinkwasser nicht für den menschlichen Genuss vorgesehen, sollte jedoch einer gewissen Mindesthygiene entsprechen. In jedem Fall muss es den technologischen Anforderungen des jeweiligen Prozesses genügen. Beispielsweise muss Kühlwasser so beschaffen sein, dass die Kühlaggregate sich nicht mit Algen oder Kalk zusetzen. Teilweise muss das Wasser sehr weit aufgereinigt werden (z. B. vollentsalztes Wasser für den Betrieb von Dampfturbinen).

Der heute noch oft gehörte Begriff Brauchwasser ist technisch unscharf und sollte im Interesse einer exakten Ausdrucksweise vermieden werden. In der deutschen Trinkwasserverordnung vom 21. Mai 2001 taucht der Begriff Brauchwasser nicht auf, und auch in der Amtssprache Österreichs und der Schweiz wird er meist vermieden.

Hersteller und beratende Ingenieure der Betriebswassertechnologie sind in der „Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V.“ (fbr) zusammengeschlossen.

 

Beinahe-Wasser (Near-Water)

Als Near-Water-Getränke bezeichnet man eine Gruppe von Getränkeerzeugnissen auf Wasserbasis, die mit Frucht- oder Kräuterzusätzen leicht aromatisiert werden.

 

Als eine der ersten Firmen brachte Volvic dieses Getränk 1989 auf den französischen Markt, drei Jahre später erfolgte die Markteinführung in Deutschland.

 

Während die Hersteller häufig mit gesundheitlichem Zusatznutzen werben, kritisieren Verbraucherschützer, wie z.B. die Verbraucherzentrale Hessen, die Getränke als teuer und ohne zusätzlichen Nutzen für die Gesundheit, da die Wirkstoffe in zu geringen Mengen beigemischt werden. Gleichzeitig wird kritisiert, dass häufig kein hochwertiges Mineralwasser verwendet wird, sondern normales Trinkwasser mit Zusätzen angereichert. Ähnlich wie Limonaden haben Near-Waters wegen der Süßung mit Zucker (Fructose) einen höheren Nährwert als andere Getränke. Eine klare Abgrenzung zu anderen Functional Drinks und Vitaminwassern ist nicht möglich, da die Zusammensetzungen je nach Hersteller und Sorte stark variieren.



Functional Drinks

Funktionelles Getränke oder Funktionsgetränke (engl. Functional Drink) sind alkoholfreie Getränke, die bestimmte Zusätze enthalten und nach Angaben der Hersteller ähnlich wie Functional Food nicht nur den Durst löschen, sondern gesundheitsfördernd oder anregend wirken sollen.

 

Funktionelle Getränke lassen sich grob einteilen in

  • Gesundheitsgetränke
  • Wellness-Getränke (mit Arzneisubstanzen)
  • Getränke für Sportler und
  • Energy-Drinks

 

Die deutschen Verbraucherzentralen ermittelten in 238 untersuchten Funktionsgetränken insgesamt 103 Wirksubstanzen, die beworben wurden.

Getränken, die einen gesundheitlichen Zusatznutzen versprechen, sind häufig Vitamine, Mineralstoffe, Probiotika, Ballaststoffe, Aloe vera, Apfelessig oder grüner Tee zugesetzt. Bekannte Funktionsgetränke dieser Art sind Multivitaminsaft und Trinkjogurt. Sehr häufig ist die Kombination der Vitamine A, C und E.

 

Den so genannten Wellness-Getränken werden häufig Substanzen wie Acerola, grüner Tee, Ginkgo oder Kombucha zugesetzt.

Die Sportgetränke sollen nicht nur den Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen ausgleichen, sondern außerdem Mineralstoffe zuführen und teilweise leistungssteigernd wirken. In dieses Segment gehören auch Mineralwässer mit speziellen Zusätzen von Kräutern, Vitaminen oder Sauerstoff. Teilweise wird diesen Getränken aber auch Zucker zugesetzt.

 

Energy-Drinks sind vor allem bei jungen Konsumenten beliebt. Sie bestehen vor allem aus Wasser und Zucker und werden mit Zusätzen wie Koffein, Guaraná oder Taurin angereichert. Beworben werden sie als „Energiespender“. Sie wirken anregend, eine leistungssteigernde Wirkung ist nicht nachgewiesen. Mittlerweile sind auch Mineralwässer mit Koffeinzusatz auf dem Markt.



weiter >>> Ionisiertes Wasser

 

weiter >>> Warum es wichtig ist, was und wie viel man trinkt

 

zurück <<< Was ist Wasser

 

"Jeder Mensch, der krank ist, ist gleichzeitig dehydriert, übersäuert und hat einen Mangel an Elektronen bzw. einen schlechten Redoxwert. Basisches Wasser kann diese Faktoren korrigieren."
Dr. Peter Rohsmann, Allgemeinmediziner 



Videos über basisch ionisiertes Wasser

Angesagte Videos

Kontakt

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© 2011-2017 Wasser und mehr - Infoportal für ein gesundes und glückliches Leben