Was und wie viel sollte man täglich trinken?

Der menschliche Körper besteht zu einem sehr hohen Maß aus Wasser. Bei Flüssigkeitsmangel leiden die inneren Organe, Kreislauf, Haut und Konzentrationsfähigkeit. Die Getränkeindustrie bietet dazu eine Fülle an Wässerchen an, die, wenn man sie genauer betrachten, eigentlich den Durst nicht löschen können.

 

Der menschliche Körper besteht zu ca. 75 Prozent aus Wasser, bei Kindern sind es sogar mehr Prozent. Innere Organe, Kreislauf, Haut und Konzentrationsfähigkeit leiden bei Flüssigkeitsmangel.Ausreichendes Trinken ist lebensnotwendig.

 

Die Getränkeindustrie bietet uns eine riesige Auswahl an Durstlöschern. Nicht alle davon sind wirklich empfehlenswert, manche ungesund, viele überteuert! "die umweltberatung" warnt vor flüssigen Werbe-Schmähs.

 

Über Atmung, Schweiß, Urin und Stuhl werden täglich rund 2 Liter Wasser ausgeschieden. Bei körperlicher Aktivität und großer Hitze steigt dieser Wert noch massiv. Dieser Flüssigkeitsverlust muss wieder ausgeglichen werden. Schon ein Verlust von ein bis drei Prozent belastet den Körper. Wenn Müdigkeit und Kopfweh sich breit machen, dann ist Wasser das erste Gegenmittel!

 

Wer dazu neigt, zu wenig zu trinken, sollte sich am besten einen Krug und ein Glas dort hinstellen, wo man/frau oft vorbeigeht, lange sitzt bzw. arbeitet. So gelingt es, die empfohlene Menge von 2 - 3 Litern pro Tag zu trinken.

 

In den Verkaufsregalen steht eine riesige Auswahl an Getränken als Durstlöscher zur Verfügung.Wellnessgetränke sind einfach ein Verkaufsschlager. Wir wollen unseren Körper mit Vitaminen und Mineralstoffen aus der Flasche verwöhnen. Allerdings versprechen Werbung und Aufschriften manchmal mehr als möglich ist. Salopp formuliert sind einige der Produkte nicht mehr als Limonade mit viel Zucker und Farbstoffen.

 

So beurteilte auch der Verein für Konsumenteninformation in der Zeitschrift Konsument 6/2004 die dort getesteten Wellnessgetränke. Der Koffeingehalt mancher funktioneller Drinks ist so hoch, dass Kinder, Personen mit Herzbeschwerden oder auch Schwangere diese vermeiden sollten. Für alle die auch klein Gedrucktes auf der Verpackung lesen: Der Koffeingehalt von Filterkaffee mit 48 - 80 Milligramm pro 100 ml kann als Interpretationshilfe dienen, um nicht unfreiwillig den Koffeinkonsum zu erhöhen.

 

Achtung bei entmineralisiertem Wasser

 

Im Handel nicht so häufig findet sich entmineralisiertes Wasser. Besser bekannt als destilliertes Wasser, wird es in Dampfbügeleisen gefüllt oder für technische Spezialzwecke verwendet. Zur Zeit wird es auch als Trinkwasser für den täglichen Gebrauch propagiert. Versprochen wird vieles, von Entgiftung bis zu Vitalitätssteigerung.

 

Was steckt dahinter?

 

Der erwachsene menschliche Körper besteht zu etwa 75 Prozent aus Wasser. Ohne Mineralstoffe gibt es im Menschen jedoch keinen funktionierenden Flüssigkeitshaushalt! Der Körper kann kein Wasser abgeben, wenn er dazu keine Mineralstoffe zur Verfügung hat. Reines Wasser kann unser Körper niemals ausscheiden! Ist zuviel Wasser im Körper, müssen wir, um es wieder ausscheiden zu können, Mineralstoffe aus anderen Quellen zuführen.

 

"Windige" Argumente für flüssige Produkte

 

Von außen zugeführt werden Mineralstoffe in der Regel durch die Nahrung. Sie stammen aus Gemüse, Obst, Milch, Getreide oder Fleisch. Trinken wir täglich entmineralisiertes Wasser und ernähren uns ausgewogen, so besteht unmittelbar keine Gefahr, weil der Körper eine große Ausgleichsfähigkeit über die Mineralstoffe der Nahrung hat. In Zeiten erhöhten Bedarfes (Schwangerschaft, Streß, Krankheit) kann es jedoch zu Engpässen kommen. Gefährlich wird der Genuss von destilliertem Wasser bei Fastenkuren und bei einseitiger Ernährung. Kritisch ist auch, wenn entmineralisiertes Wasser zum Kochen verwendet wird. Die Salze aus den Lebensmitteln werden stärker als bei normalem Wasser herausgelöst. Das Kochwasser wird jedoch meist weggeschüttet und somit hat das zubereitete Mahl nur noch wenige Mineralstoffe. Der Mineralstoff-Ausgleich über die Nahrung kann nicht erfolgen.

 

Keine Verkalkungsgefahr durch sauberes Trinkwasser!

 

Mineralstoffe, die im normalen Trinkwasser vorhanden sind, werden von uns wie jene aus der Nahrung im Körper verwertet und bei Überschuss ausgeschieden. Es kann also durch den Genuß von Leitungswasser nicht zur Verkalkung kommen, wie einige behaupten. Besonders für Kinder besteht Gefahr durch lang andauernden Genuss von destilliertem Wasser. Ihr Körper kann noch nicht so gut regulieren und sie haben einen höheren Flüssigkeitsgehalt im Körper. Im Normalfall gelangt das getrunkene Wasser etwa 20 Minuten nach Wasseraufnahme in das Blut. Zu diesem Zeitpunkt müssen im Körper genügend Salze zur Verfügung stehen, um dies zu verwerten und rasch genug in das Blut transportiert zu können.

 

Wasser im Körper

 

Der Flüssigkeitshaushalt des Körpers wird reguliert über den Mineralstoffgehalt im Wasser und die Wassermenge an sich. Genau hier kann auch eine Gefahr von entmineralisiertem Wasser liegen. Wird der tägliche Flüssigkeitsbedarf des Menschen von ca. 3 Litern als destilliertes Wasser getrunken, so wird das Durstgefühl sehr stark vermindert, weil das Flüssigkeitsvolumen erhöht und gleichzeitig der Mineralstoffgehalt gesenkt wird. Besonders ältere Menschen trinken dann zu wenig, um den täglichen Verlust des Körpers über die Atmung und Verdauung von ca. 2 Liter auszugleichen!

 

Achtung! Von der regelmäßigen täglichen Anwendung entmineralisierten Wassers ist entschieden abzuraten. Ganz abgesehen von den Risiken und Problemen, die von Geräten zur Herstellung von Kleinmengen im Privathaushalt ausgehen können, ist auch der Gesundheit wenig Gutes getan. Zur Entschlackung reicht auch normales Leitungswasser.

 

Wenn sich Kopfweh und Müdigkeit breit machen, trinke Wasser aus der Leitung oder ein handelsübliches Mineralwasser!

 

Geprüftes Leitungswasser ist die beste Flüssigkeitszufuhr. Wo du Wasser prüfen lassen kannst sowie fachliche Informationen über die Qualität von Wasser und persönliche Beratung zu Wasser sparen, Wasser nützen und Wasser schützen gibt's in jeder regionalen Umweltberatungsstelle!

 

Quelle: marktcheck greenpeace

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